Lieber Wein als Bier
 

Auf dem Wein-Blog LieberWein.de finden sich selbst erstellte Kritiken über verschiedene Weine die wir verkostet haben.

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Südafrika: Simonsig Chenin Blanc 2013. Ein lautes Knacken zu Beginn, danach kam der Schock!

17. Juni 2014 von Kornelius Nägele

Simonsig Chenin Blanc (c) red-simon.comDas Team von Red-Simon hat uns auf Safari geschickt: Südafrika im Glas für lau, da sagen wir nicht nein! Trotz Sponsoring zeigen wir uns natürlich von unserer besten, der objektiven Seite:
Los gehts mit einem lauten Knacken des Long-Cap Drehverschlusses, und knackig wird es auch im Glas. Fruchtiges Gelb mit grünen Reflexionen deuten schon an, dass es dieser Chenin Blanc in sich hat. In der Nase anfangs zurückhaltend, fruchtig-mild mit etwas Brennessel und grüner Banane kommt nach einigen Minuten der Schock: wir riechen neben Pfirsich und Steinfrüchten auch exotische Noten wie weißen Pfeffer, aber auch blumige Noten wie Jasmin und Grünen Tee, die wir in dieser Bandbreite dem Chenin Blanc nicht zutrauen würden. Nicht umsonst wird Simonsig mit seinem Chenin Blanc regelmässig ausgezeichnet, offensichtlich versteht man es hier mehr als anderswo, die Trauben zum optimalen Zeitpunkt zu ernten, so dass grüne Frische und gelbe Fruchtigkeit sich optimal ergänzen. Nach einigen Minuten mehr Luft dominieren reife Ananas und Pfirsichnoten die Nase.
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Wahr in Cordobar

03. September 2013 von Kornelius Nägele

Gerhard Retter, videotauglicher Sommelier in unzähligen Captain Cork Videos, hat den Bedarf an Weinbars+Weinladen erkannt und handelt entsprechend:

Diese Vereinung von Bar, Bistro und Laden nimmt aber vor allem ein Konzept vorweg, mit dem der österreichische Weinhändler „Wein & Co.” seit Monaten schwanger geht - dem Einstieg in Deutschland. Die hellen, modernen und jungen Weinläden von Wein & Co sind in den großen Städten Österreichs ein fixer Treffpunkt der Weinszene. Hier kann man hunderte Weine für einen kleinen Aufpreis auch im (sehr guten) Restaurant trinken. Oder einfach am Tresen leeren. So ein vinophiler Platz voll Lebenslust und Leichtigkeit fehlt in Berlin. Die Macher der Cordobar haben das erkannt. Den geplanten Einzug von Wein & Co. wird das aber wohl kaum aufhalten.

http://www.captaincork.com/Weine/cordobar-berlin-raumland-rutz-ausgehtipp-weinempfehlung

Herzlichen Glückwunsch, ich hoffe das wird ein großer Erfolg! Herrlich schon mal dass es sowas in Berlin gibt. Aber wir hoffen, dass der verschlafene Rest von Deutschland schnell nachzieht und sich solche Konzepte als Standard etablieren. Damit man als Weintrinker mehr Wahl als einen bis zur Unkenntlichkeit heruntergekühlten Grauburgunder trinken zu müssen.

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Lieber trocken trinken als trocken feiern?

27. November 2012 von Kornelius Nägele

1787 - Salzburg - PlatzlÖsterreich und seine Weine: vom Burgenland und der fettigen, fettigen Gans zurück nach Salzburg, wo eigentlich gar kein Wein wächst. Doch das hält die Salzburger scheinbar überhaupt nicht vom Trinken ab. Als Aftershow-Party einer Weinbloggertreff-Schrägstrich-Social-Media-Konferenz getarnt, entpuppt sich die Location als eine moderne Weinverkaufs- und -verkostungsstelle und die Salzburger nach ein paar Gläsern feinem Südtiroler Wein als feierlaunig und gesellig.
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Rieslingrecycling

28. Mai 2012 von Kornelius Nägele

Wir sind keine Freunde von Weinverschnitten (wenn es nicht ein Schorle ist), ganz gewiss nicht. Noch nicht ein Trollinger-Cocktail kam mir bisher über die Lippen. Keine kalte Muschi hätte ich je probiert. Kalte Muschi, oder Korea wie man früher dazu gesagt hat, als es noch kein Produkt war, sondern etwas das man im jugendlichen Leichtsinn selbst gemischt hat, war aber in früheren Tagen tatsächlich eine Art Wein-Recycling, um das es heute gehen soll. Während sich das Korea aber auf Rotwein bezieht - ganz gleich welcher - einfach 1:1 mit Cola gemischt und für die Luxusversion noch mit einer Scheibe Zitrone versehen, dreht sich unser Beitrag heute um das Recycling von Weisswein, speziell säurehaltige wie Riesling.

Wer kennt es nicht, nach einigen Tagen im Kühlschrank: der angebrochene Riesling schmeckt einfach nicht mehr so spritzig wie am Anfang, und die Flasche steht immer länger und leert sich immer weniger. Ausleeren? Auch zu schade. Man stellt ihn schlechten Gewissens noch einmal rein: Tja In diesem Moment greift unser Posting: wir basteln aus den Resten unseres Rieslings einen leckeren Cocktail.
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Kunst auf Weinflaschen

14. September 2011 von Tobias Seckinger

Kunst auf Weinflaschen - CountuneAuf der Seite “countune” habe ich sehr kreative Wein-Etiketten entdeckt. Countune ist ein internationales Kunstprojekt, dass 2009 vom deutschen Künstler Gerd Jansen gegründet wurde. Das Etikett besteht aus einer dreifarbigen Balkengrafik und ist ein gutes Beispiel dafür, dass Kunst auch problemlos auf Weinflaschenetiketten möglich ist. Auf der Seite kann kostenlos ein eigener Bildausschnitt generiert werden.

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Frisch von der Mosel

10. Juni 2011 von Kornelius Nägele

Der Wein, ein 2009er Riesling Qualitätswein aus Leiwen an der Mosel vom Weingut Köwerich, schimmert im Glas Strohgelb mit einem leichtem Grünstich. In der ersten Nase besticht er durch eine angenehme Mineralität sowie durch eine frische Prise Zitrus. Auch der Geruch von Steinfrüchten, allen voran Nektarinen, fügt sich gut ein.
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Wein Discount-Führer

09. Mai 2011 von Kornelius Nägele

Beim Stöbern bei meinem Kollegen, dem Weinkaiser entdeckt:
http://www.weinkaiser.de/buch-super-schoppen-schopper-2011/

Die neue Auflage des Wein Discount-Führers Super Schoppen Shopper ist draussen. Zugegebenermassen kannte ich das Buch überhaupt nicht, aber 1300 Weine aus dem Lebensmitteleinzelhandel klingt spannend. Auch die Discounter fehlen nicht, und es sind nur Weine drin die immer zu haben sind (keine Aktionen).

…und schon landet es auf meinem Bücher-Wunschzettel.

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Wein aus D international - die Zweite

24. Januar 2011 von Kornelius Nägele

Wie Wein aus Deutschland in New York ankommt, habe ich im letzten Beitrag beschrieben. Wie Wein aus Deutschland international vermarktet wird ist ebenfalls sehr spannend: Da werden Werbekampagnen kreiert, Etiketten entworfen, wunderschöne Webseiten gestaltet. Oft stehen dahinter mächtige Verbände mit großen Flächen, die ein zusätzliches Standbein suchen, um ihre Massenwaren abzusetzen. Der Markt der Discounter und Weinhändler bröckelt…
Das Produktsortiment genauer zu betrachten lohnt sich, zeigt es doch, was die hiesige Weinwirtschaft über das Ausland denkt: Welche Traubensorten und zu welchem Preis werden dort ankommen? Die Gestaltung verrät auch, wie die Weinbauern aus Deutschland gedenken, den neuen Kunden gefälligst gehörig aufzufallen.
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Haltbarkeit von Sekt

24. Januar 2011 von Kornelius Nägele

Wer am Sekt vor allem die Frische schätzt, wird ihn nach dem Degorgieren (also nachdem die Hefe entfernt wurde und die Flasche mit einem richtigen Korken verschlossen wurde) möglichst schnell öffnen. Sekt entwickelt sich in der Flasche aber auch nach dem Degorgieren weiter. Der Kohlensäuredruck nimmt zwar langsam ab, der Geschmack wird jedoch harmonischer und die Aromen intensiver. Einfache Sekte ohne Jahrgang erreichen ihren Höhepunkt in der Regel innerhalb von zwei Jahren. Gute Jahrgangs-Sekte können dagegen zehn Jahre und länger ausbauen. Haltbarkeit von Sekt ganz lesen »

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Summer of R. in New York

06. August 2010 von Kornelius Nägele

Auch Obama braucht RieslingEs gibt Restaurants, da schmeckt das Essen gut. In anderen ist es die Atmosphäre. Manche Restaurants machen sich für die Gäste krumm. Nicht so das Restaurant oder vielmehr Weinbar Terroir in New York.
Deren Besitzer, Paul Grieco, hat für den Sommer entschieden, jeglichen offenen Weißwein von der Karte zu verbannen, außer: Riesling.

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Können Sie Rot- von Weisswein unterscheiden?

24. Februar 2010 von Kornelius Nägele

Ein interessanter Artikel über die Unterscheidung von Rot- und Weisswein, und einem studentischen Experiment. An alle Weinkenner: Haben Sie schon mal probiert Rot- und Weisswein zu unterscheiden?

Ein Test belegt die Geschmacksunsicherheit: Vor 54 Studentinnen und Studenten standen je zwei Gläser, eines mit rot schimmerndem, ein zweites mit weissem Wein. Die Tester waren gut ausgewählt, allesamt Önologiestudenten der Universität von Bordeaux. Sie kannten sich mit Wein ausgezeichnet aus. Aber es war eine Falle: In beiden Gläsern befand sich das gleiche Getränk. Ein paar Tropfen einer geschmack- und geruchlosen Lebensmittelfarbe hatten nur den Inhalt des einen Glases rot gefärbt. Das überraschende Ergebnis: Keinem der Experten fiel auf, dass der kredenzte rote Wein kein echter Rotwein war. Im Gegenteil: Er wurde von allen als typischer Vertreter seiner Art beurteilt, mit angeblich spürbaren Unterschieden zu dem Weißwein im anderen Glas. Die Augen hatten die Zungen ganz klar überlistet.

[via weindegu]

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Trollingerjahr 2010

13. Februar 2010 von Kornelius Nägele

Mit dem 2007 Trollinger von Rainer Schnaitmann - eigentlich eher für seinen Spätburgunder R bekannt - kann man seine württembergischen Wurzeln wieder hochleben lassen, und den Trollinger feiern: Der typische Trollinger, den man doch nur hier in Württemberg bekommt, ist eher ein leichter Rotwein. Manche Juroren weigern sich ja konsequent einen Trollinger zu einem Rotweinpreis überhaupt einzuladen. Nicht so Rudolf Knoll von der Zeitschrift VINUM, der zu seinem Rotweinpreis 2009 nicht nur den Trollinger in den “unterschätze Sorten” zugelassen hat, sondern den 2007er Jahrgang von eben Rainer Schnaitmann aus Fellbach zum Sieger dieser Kategorie gekürt. Zu den Highlights dieses Weines.
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Glückwunsch der württembergischen Weinkönigin Juliane I

10. November 2009 von Kornelius Nägele

Am vergangenen Freitag wurde in Esslingen die neue württembergische Weinkönigin gekrönt. Der Spätburgunder-Sekt war mies, leider. (Zu empfehlen ist der eSecco der Esslinger! Riesling+Traminer, mhh!)Sektempfang
Zu Essen gabs natürlich Wein, der war vom Feinsten. Am besten blieb mir der Pinot Gris aus Untertürkheim in Erinnerung, davon muss ich nochmal eine Einzelprobe machen.
Menükarte
Alte und neue Weinkönigin: Christl Schäfer (links im Bild) ist jetzt neue deutsche Weinprinzessin
alte und neue Weinkönigin von Württemberg
Unsere Glückwünsche
Glückwünsche an die neue Weinkönigin von Würrtemberg

Hier gibt es noch einen zusammenfassenden Bericht des Weinbauverbandes Württemberg.

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Oberkircher Spätburgunder der Oberklasse

19. Juni 2009 von Tobias Seckinger

Oberkirscher Spätburgunder Rotwein trocken BarriqueDer heutige Wein kommt aus dem Weinbaugebiet Oberkirch. Erst vor kurzem war ich auf der Burgruine Schauenburg zu Besuch. Dort gibt es eine kleine Gaststätte (direkt neben den Reben), in der man unter anderem gut Speisen kann. Oberkirch scheint auf eine lange Weinbautradition rückblicken zu können, denn vor ungefähr 2000 Jahren brachten die Römer die ersten Rebpflanzen in die Region (Oberkirch).

Der Spätburgunder Rotwein der Winzergenossenschaft wurde im Barrique angebaut. Mittlerweile bevorzuge ich eher die nicht barriquisiert Weine, aber das ist schließlich Geschmacksache. Dieser Wein ist gut lagerfähig und würde durch längere Lagerung noch an Güte gewinnen. Dieser kommt aus dem Jahr 2007, ist trocken und hat 13% Alkoholgehalt. Ganz nett finde ich, dass die Lage des Weingutes auf dem Flaschenetikett skizziert ist. Der Wein selbst ist mit ca. 12 Euro nicht ganz billig, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Oberkircher Spätburgunder der Oberklasse ganz lesen »

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Zipf Lemberger trocken

29. März 2009 von Kornelius Nägele

Etikett Zipf Lermber trocken 2006Zipf Lemberger trocken 2006

Ein Basiswein zum Essen, guter Geruch, solo nicht überragend, aber zu Linsen mit Spaetzle ein toller Wein. Raubt dem Essen nicht die Show, im Gegenteil - beide gewinnen davon. Das ist selten.

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Discount-Merlot vs. Discount-Merlot

27. Januar 2009 von Kornelius Nägele

Einerseits für 0,79€ die 0,25l Flasche Merlot aus Chile aus dem ständigen Sortiment von Aldi Süd. Andererseits für 2,99€ die 0,7l Flasche Merlot aus Piemont, Italien aus dem Angebot von Norma.
Erstere grob ungeniessbar, mit Geruch und Geschmack nach Benzin, Fäulnis und Reifenabrieb, ekelhaft! Letztere für meine Begriffe hervorragend harmonisch in Geschmack und Geruch, mit Duft nach dunklen Beeren, Kirsche und mit einem kräftigen Farbton. Ganz hervorragend zu einem Hirschbraten oder auch Lamm wie ich finde.

Aldi ist mit 4 Flaschen in die Mikroweinwelt eingestiegen, ein Merlot, ein Temperanillo (trinkbar), ein Weisswein (trinkbar) und ein Syrah-Rose, den ich empfehlen kann. Natürlich nur unter der Prämisse, dass man sich hier bei einem Verkaufspreis von jeweils 3,16€ pro Liter (und da sind dann 4 Fläschchen, Etiketten, Deckel dabei…) sich nicht auf das Hohelied des Weingenusses einstellt. Aber für ein Gläschen Wein beim Picknick oder auf der Reise finde ich diese kleinen Flaschen absolut praktisch. Nur bitte den Merlot nicht mehr…

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Zuckerschnaps

19. November 2008 von Kornelius Nägele

Heute mal nicht über Wein, sondern über Zuckerrohrschnaps: Cachaça. In Deutschland kennt jeder Caipirinha: aus Lemonen, Pitú und braunem Zucker, bissl stampfen, ordentlich Eis rein. Heute bin ich in den Genuss gekommen mit einem Brasilianer Caipirinha zu trinken, und konnte einiges dazu lernen. Vorne weg: das war der beste “Caipi” den ich je getrunken habe, meilenweit entfernt von allem anderen Fusel den ich je als Caipi angedreht bekommen habe.
Was war drin? Lemonen, von hier, aus dem Supermarkt. Weisser(!) Zucker. Und ein Cachaça, den ich in meinem ganzen Leben wahrscheinlich nicht vergessen werde: Er kommt, genauso wie mein brasilianischer Gast, aus Florianapolis, einer Insel im Süden Brasiliens. Der Cachaça wird dort noch richtig aus dem Mittelstück des Zuckerrohrs gepresst, einen Tag vergärt und dann 3-6 Monate in Holzfässern aufbewahrt. Je nach verwendeter Holzart entstehen so die unterschiedlichsten Geschmäcker, und es gibt Cachaças die - genauso wie Whisky - über mehrere Jahre in den Holzfässern lagern. Richtig brasilianisch wird es, wenn man für alle Gäste nur ein einziges, grosses Glas verwendet, die Lemonen schön stampft, und dann mit normalem, weissen Zucker, dem Cachaça und dem Eis mischt. Alles was danach passiert, kann man kaum in Worte fassen: Der Caipirinha ist eine reine Geschmacksexplosion aus Frucht und die Säure und die Süsse spielen im Mund. Es ist unglaublich. Mit dem ersten Schluck dachte ich: “Wow, wo kommen diese Lemonen her?!”. Aber dann ließ ich mir erklären dass es nicht die Lemonen sind, sondern der Cachaça der das ganze so fruchtig-süss macht. Mittlerweile denke ich darüber nach, diesen Cachaça nach Deutschland zu importieren, da er aus einer winzigen Brennerei stammt. Für die Zwischenzeit habe ich mir sagen lassen, dass man auch den in Deutschland erhältlichen Ypioca trinken kann, nur von Pitú (=billiges, industriell hergestelltes Massenprodukt) tunlichst die Finger lassen sollte. Dass in Brasilien, dem Land des Zuckerrohrs, kein brauner Zucker (so wie man sich das ja in Deutschland immer vorstellt) verwendet wird, ist der Tatsache geschuldet, dass der erdige Geschmack des braunen Zuckers den Caipi verderben würde. Leider kann ich jetzt erstmal keinen Caipi in irgendwelchen Bars mehr trinken, aber ich freue mich schon wenn mein bestellter Ypioca Ouro (der übrigens auch nicht wesentlich mehr kostet als der Pitú) geliefert wird. Dann gibts erstmal Caipi aufs Haus.

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Beginn der Weinlese

16. September 2008 von Kornelius Nägele
Schnecke
cc-by gruetter

Die vergangenen Wochen war immer wieder ein zarter Herbstduft durch die sommerliche Luft gezogen, dabei war das Wetter zwar regnerisch, aber von den Temperaturen noch deutlich über 20°C am Tag. Ich hatte gehofft, der September zeigt sich noch ein wenig von seiner altweiberlichen Sommerseite, doch dann kam nach dem Regen kein Sonnenschein mehr, sondern bittere Kälte. Momentan haben wir hier einen Temperatursprung von bis zu 10°.
Die Winzer freuts, bleiben doch die Trauben in der Kälte länger gesund und können noch einige Tage reifen, was auch dem Wein später deutlich zugute kommt. So beginnt der Herbst in Baden-Württemberg mit einem Wintereinbruch, gefühlt zumindest. Wer hätte da nicht gern sein Häuschen auf dem Rücken in das er sich verkriechen kann? Kein Altweibersommer, aber wenigstens ist das Wetter dem Wein zuträglich. Die Schlechtwetter-Rendite kommt in die Flasche, und in ein paar Wochen kann ich schon die ersten Zinsen auf die entgangenen Sommertage verkosten.

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Rosé, die Farbe des Sommers

17. Juli 2008 von Kornelius Nägele

Spätburgunder Weissherbst Felsengartenkellerei BesigheimMeine Empfehlung für den Sommer spreche für einen trockenen Rosé aus, der kann klassisch aus Schwarzriesling sein oder auch vom Spätburgunder.
Meine Wahl fiel auf diesen Spätburgunder in der klassischen 1-Liter-Flasche. Eher etwas handfest verpackt, dafür umso eleganter im Abgang. Erfrischend wie ein Bad im Seerhein verführt er die Sinne zum Träumen. Ähnlich kühl wie der Seerhein sollte man ihn auch trinken, am besten locker 8-9°C, so wie ein gepflegtes Pils.
Die besten Ideen zum Schluss: Passt auch gut zum Picnic am Badesee, wenn schon der Bodensee nicht greifbar ist ;-)

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Piesporter Riesling mit Glaskorken

09. Februar 2008 von Tobias Seckinger

Heute verköstigen wir einen 2006er Piesporter Riesling. Zwischen Trier und Koblenz liegt Piesport und ist die größte Weinbaugemeinde an der Mosel. Auf der Piesporter Webseite ist zu lesen, dass bereits die Römer im 2. und 4. Jahrhunder n. Chr. dort Kelteranlagen betrieben haben.

Was den Piesporter Riesling von den anderen Weinen abhob (und schließlich zum Kauf bewegte), war ein Verschluss, der bei Weinen immernoch recht selten anzutreffen ist: ein Glaskorken. Die Idee ist eigentlich nichts neues. Im Spiegel wurde beispielsweise bereits 2005 über den Glaskorken berichtet. Es leuchte ein, dass Glas geschmacksneutral sei, jedoch gebe es noch keine Erkenntnisse über die Gasdichtigkeit der Kunstoffringes und der Oxidationsbelastung der Weine. Also abwarten, sagen wir mal 25 Jahre, dann sind sicherlich auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse gereift. Der Verschluss sieht jedoch hochwertig aus und macht auf mich einen besseren Eindruck als Schraubverschlüsse oder Kronkorken. Nachdem ein Sicherungsstreifen entfernt wurde, muss man den Aluminiumschutz abziehen. Mit einer leichten Drehbewegung läßt sich der Korken abnehen.
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